Der Verein

Ein fröhliches Tierheim in Rumänien? Absurd? Utopisch? – Wir realisieren es!

Der als gemeinnützig anerkannte Tierschutzverein Initiative Karpatenstreuner e.V. unterstützt den rumänischen Tierschutzverein GATE (Gyergyói Állat- és Természetvédő Egyesület) seit Mai 2012. Damals leitete GATE (Agota Jakab, Levente Kemenes u.a.) ein Tierheim mit über 200 Hunden in der Stadt Gheorgheni, in den östlichen Karpaten. Die notwendige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung erwies sich als schwierig, unsere Ziele und die Vorstellungen der Stadt waren nicht in Einklang zu bringen. Ende 2014 haben wir dieses Tierheim geschlossen. Alle Hunde aus Gheorgheni konnten gerettet werden.

Damit sollte unsere Tierschutzarbeit dort nicht beendet sein, denn das Elend der Straßenhunde in der Region bestand weiterhin. Im Herbst 2014 fanden wir unweit von Gheorgheni ein geeignetes großes Gelände mit Haus für ein privates Tierschutzzentrum am Ortsrand von Ditrău. Der Bürgermeister und der Gemeinderat haben unser Projekt von Beginn an unterstützt. GATE konnte das Grundstück mit der großzügigen Unterstützung der Sponsoren der Initiative Karpatenstreuner e.V. im März 2015 erwerben. Als erstes wurde das Gebäude saniert. Wir haben einen Behandlungsraum für die Hunde des Tierschutzzentrums und für öffentliche Kastrationsaktionen eingerichtet. Der Leiter des Tierheims, Levente Kemenes, hat im Haus seine eigene Wohnung. Somit sind unsere Hunde rund um die Uhr bestens betreut.

Stand Januar 2019

Zur Zeit haben wir rund 90 Hunde in unserer Obhut, davon mehrere unvermittelbare Hunde aus unserem Tierheim in Gheorgheni. Die meisten der neu aufgenommenen Tiere sind Streunerhunde aus Ditrău und näherer Umgebung oder wurden uns von Privatpersonen über den Zaun geworfen. Immer wieder werden wir zu Hunden gerufen, die nach einem Unfall schwer verletzt auf der Straße zurück bleiben. Sie werden durch unseren hervorragenden Tierarzt Dr. Lehel Székely medizinisch versorgt. Doch manche sind so alt oder krank, dass sie im Tierschutzzentrum einen Gnadenplatz bekommen, bis sie sterben. Solange sind sie gut versorgt und können in relativer Freiheit und Sicherheit leben.

Ende Oktober 2016 konnte endlich die erste große fest installierte Zwingeranlage in Betrieb genommen werden. Der Bau einer gegen Nässe und Kälte gut geschützten Welpen- und Krankenstation wird derzeit fertiggestellt und steht hoffentlich vor Wintereinbruch unseren Junghunden zur Verfügung. Alle Hunde haben täglich mehrere Stunden Freilauf, werden gut gefüttert, weitgehend auf Menschen sozialisiert und mit den nötigen medizinischen Behandlungen versorgt.
Im September wurde eine weitere Zwingeranlage speziell für Welpen und Junghunde mit einem Quarantäneraum komplett fertiggestellt.

Unsere mehrtägigen öffentlichen Kastrationsprojekte im. Oktober 2015, Juli 2017 und Juli 2018 waren große Erfolge und wurden von den Menschen im Dorf sehr gut angenommen. Sie brachten ihre Tiere gerne zu uns. Die gesamten Tierarztkosten konnten wir gemeinsam mit vielen großzügigen Sponsoren übernehmen. Auch im Jahr 2019 werden wir den Tierbesitzern aus der Umgebung die kostenlose Kastration und Impfung ihrer Hunde und Katzen anbieten, denn gerade die vielen unkastrierten Haus- und Hofhunde in den Dörfern werden immer wieder neue Welpen zur Welt bringen, die niemand haben will. Sehr oft werden sie ausgesetzt und sich selbst überlassen in ein ungewisses Schicksal. Hiermit beginnt der Kreislauf des Straßenhunde-Elends alljährlich von Neuem. Das möchten wir verhindern und gleichzeitig den Hundebesitzern zeitgemäße Haltung und Pflege von Hunden nahe bringen. Zu diesem Zweck sind beispielsweise Aufklärungsprojekte in Schulen geplant.

Finanzierung

Auch wenn wir nur ein sehr kleiner Verein sind, wir haben großartige Sponsoren, die uns mit Rat und Tat und Geld geholfen haben, all das aufzubauen, die uns helfen, die Hunde täglich zu versorgen, die für Projekte wie Kastrationsaktionen oder kostenaufwändige Tierarztbehandlungen, für Hundehütten, und vieles mehr spenden.

Alleine die Kosten für den Kauf des Geländes und die Baumaßnahmen betrugen über 80.000€. Finanziert wurde dieses Riesenprojekt alleine aus Spendengeldern. Dazu kommen natürlich dann die Kosten für Hundefutter, medizinische Versorgung der Hunde, Lohnkosten für Pfleger, Immobilien-Nebenkosten, Steuern und vieles mehr.

Wir haben schon viel geschafft aber noch große Aufgaben vor uns

Wir danken allen Menschen, die uns seit fast 7 Jahre so wunderbar unterstützt haben, und hoffentlich auch weiterhin unterstützen werden.

Doch wir wollen uns nicht auf dem bisher Erreichten ausruhen, sondern planen weitere Projekte, um das Elend der Tiere in unserem kleinen Bereich der östlichen Rumänischen Karpaten zu verringern, und bessere Bedingungen für Tiere und Menschen zu schaffen. Auch wenn es sich oft furchtbar grausam und herzlos anhört, wenn man wieder Welpen irgendwo im Wald oder bei Müllcontainern gefunden hat, ist dies auch oft ein Ausdruck von Hilflosigkeit und Unwissenheit. Es gibt in Rumänien sehr viele Menschen, die ihre Tiere lieben, aber einfach nicht wissen, was sie mit 2 mal 4 bis 6 Welpen ihrer Hündin pro Jahr machen sollen.
Genau dort möchten wir Hilfe anbieten, sowohl für den Menschen Alternativen anzeigen, als auch die Lebensbedingungen für die Tiere verbessern.

Doch das alles kostet viel Geld, Zeit, Engagement und oft Nerven.
Wir brauchen Ihre und Eure Hilfe, um vor Ort helfen zu können. Alle unsere aktiven Mitglieder arbeiten ehrenamtlich, daher haben wir nur sehr geringe Verwaltungskosten und jeder für ein Projekt gespendete Euro kommt auch genau dort an.

Spendenbescheinigungen für das Finanzamt stellen wir auf Wunsch gerne aus; wir sind als gemeinnütziger Verein anerkannt.