Statement zu diversen Vorwürfen

Wir haben in letzter Zeit häufiger Nachfragen zu dem auf FB und per Mail geäußerten Vorwurf, dass wir Geld horten würden. Da dieser Vorwurf öffentlich zu lesen war, schreiben wir nun doch etwas dazu.

Wir haben lange überlegt, ob wir dies tun. Da aber die Seitenhiebe nicht nachlassen, nachfolgender Text.

Ja, unser Verein hat zur Zeit erfreulich hohe Rücklagen. Allerdings brauchen wir diese auch!

Zunächst eine Erklärung von mir als Schatzmeisterin, warum wir diese Rücklagen haben und wo sie herkommen. Durch die Futterspendenaktion bei Veto (ehemals Tierschutz-Shop) im Januar 2020 mussten wir seit März 2020 kein Futter für die Hunde im Tierheim kaufen. Den Anstoss zu der Spendenaktion hat Oliver gegeben und uns als Verein zur Anmeldung vorgeschlagen. Dies hat in hohem Maße zu den Rücklagen mit beigetragen (1/3 des Gesamtbetrages).

Dazu kommen die Spenden für die OP von Levente. Die OP konnte auf Grund von Corona noch nicht durchgeführt werden, wurde auf April 2022 verschoben. In dieser Zeit muss für ca. 3 Monate eine weitere Kraft Vollzeit im Shelter beschäftigt werden. Das sind pro Monat ca. 500 Euro Mehraufwand zu den weiter laufenden Gehaltszahlungen. Wir reden hier von einem Gesamtvolumen von 5-6.000 Euro. Da auf Grund der Intervention einer Person unsere Hauptsponsorin für Leventes Gehalt abgesprungen ist, ist es noch wichtiger, Rücklagen für mindestens ein Jahr Lohn zu haben. Es wäre eine Katastrophe, wenn wir Levente nicht mehr bezahlen könnten. Das Tierheim müsste geräumt werden mit der Konsequenz, dass die nicht zu vermittelnden Hunde getötet werden müssten.

Lohnkosten sind aktuell für ein Jahr ca. 6.500 Euro. Ein Jahr Futterkosten vorhalten bedeutet zwischen 12. und 15.000 Euro Rücklagen. Auch das ist wichtig, um den Hunden eine gute Versorgung zu gewährleisten. Wer von Luxus-Tierheim spricht, übertreibt. Zur Zeit haben wir 72 Hunde in Ditrau, der Platz ist mehr als gut ausgenutzt.

Auch durch diese unqualifizierten Äußerungen, die nunmal nicht der Wahrheit entsprechen, verlieren wir im Moment Patenschaften. Das ist sehr schade, es geht hier nicht um uns und Privatfehden, sondern um Tierschutz. Wir haben uns deshalb bisher sehr bedeckt gehalten und versucht, die Bälle flach zu halten. Uns aktiven Mitgliedern ist es prinzipiell wichtiger, die Energie in die eigentliche Arbeit für den Tierschutz und unsere Hunde zu stecken statt uns ständig und fortlaufend verteidigen zu müssen.

Ein Teil des Geldes fließt fortwährend in Kastrationen, wir haben auch ohne mehrtägige Kastraaktionen in diesem Jahr über 200 Hunde und Katzen kastrieren lassen können. Erst letzte Woche habe ich in meiner Funktion als Schatzmeisterin eine Rechnung für 35 Kastras bezahlt, die im Oktober durchgeführt wurden. Das summiert sich pro Jahr auf ca. 6-7.000 Euro nur für die Kastras. Die Kastrationen haben wir dieses Jahr völlig ohne Spendenaufrufe durchgeführt und finanziert. Laufende Tierarztkosten haben ebenfalls für die vorhandenen Hunde.

Hinzu kommen noch die geplanten Bauarbeiten, die sich ebenfalls durch Corona seit 2020 nicht durchführen lassen. Auch in RO sind die Handwerker mehr als gut beschäftigt. Und wir müssen bei den Arbeiten zumindest teilweise vor Ort sein, damit es ordentlich ausgeführt wird. Momentan durch die Inzidenzen unmöglich.

Hinzu kommt: Wir sind grundsätzlich ehrenamtlich auf eigene Kosten vor Ort, neben unsere Arbeit. Alle aktiven Mitglieder arbeiten in Vollzeit, für die Zeiten in Ditrau müssen wir Urlaub nehmen. Es steht die Nachsanierung der ersten Zwingeranlage (vorhandene Schäden Fussboden, Zaun, Abtrennungen, usw.) der Altzwinger und die Erneuerung der Heizung im Haus an. Das kostet nicht wenig. Wir hoffen, dass diese Stellungnahme zum besseren Verständnis beigetragen hat.

Unbedachte oder vielleicht auch sehr gezielt geäußerte Vorwürfe in unsere Richtung als Verein richten immensen Schaden an. Sämtliche Vorgänge im Tierheim sind der ehemaligen 1. Vorsitzenden übrigens allein auf Grund ihrer ehemaligen Funktion bekannt.

Solltet ihr Fragen haben, wendet euch an uns.